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Waldfriedhof Burbach

Der Burbacher Waldfriedhof, der 1875 eröffnet wurde, ist mit einer Fläche von 28,5 Hektar der zweitgrößte Saarbrücker Friedhof.

Einsegnungshalle Waldfriedhof Burbach

Einsegnungshalle Waldfriedhof Burbach

Er gehört aber auch zu den ältesten, noch in Belegung befindlichen Friedhöfen der saarländischen Landeshauptstadt. Die Belegungsfläche der ursprünglich rechteckigen kleinen Friedhofsanlage reichte jedoch schon bald nach der Eröffnung nicht mehr aus. Die Bevölkerungsexplosion im aufstrebenden Industriestandort Burbach bedingte rasch aufeinanderfolgende Friedhofserweiterungen in den Jahren 1885 und 1901.
Die heutige Leichenhalle sowie das Friedhofsgärtnerhaus am Eingangsbereich entstanden in den Jahren 1903/05 für rund 36.000 Mark, die Friedhofsfläche wuchs weiter in Richtung Hubert-Müller-Straße.

Waldfriedhof Burbach

Waldfriedhof Burbach

Während des Ersten Weltkrieges erfolgte erstmals eine Ausdehnung des Friedhofes nach Norden, der in dieser Zeit der bevorzugte Begräbnisplatz für viele Saarbrücker war. Der ab 1914 neu entstehende Hauptfriedhof wurde dagegen von der Bevölkerung vorerst schlecht angenommen. Heute lädt der ältere Friedhofsteil mit einem großzügig gestalteten Eingangsbereich den Besucher zum Verweilen ein.
Körper- und urnenbestattet werden ur die Einwohner der Stadtteile Malstatt und Burbach. Urnenbestattet werden können auf Antrag alle im § 2 Abs. 2 der geltenden Friedhofssatzung genannten Personen.

Welche Grabarten gibt es hier?

Grabanlage mit Trauernder

Grabanlage mit Trauernder

Für Körperbestattungen werden auf dem Burbacher Waldfriedhof folgende Grabarten angeboten:

  • Reihengrabstätten
  • Kindergrabstätten
  • Totgeburten- und Fötengrabstätten
  • Rabattengrabstätten (ein- bis dreistellig)
  • Tiefgrabstätten (in unterirdischer Grabkammer)
Ruheplatz am Brunnen

Ruheplatz am Brunnen

Für Aschebeisetzungen werden auf dem Burbacher Waldfriedhof folgende Grabarten angeboten:

  • Reihengrabstätten
  • Anonyme Grabstätten
  • Historische Urnengemeinschaftsanlage
  • Rabattengrabstätten (ein- bis dreistellig; eine Stelle für bis zu vier Urnen
  • Baumgrabstätten
  • Historische Grabanlagen
  • Urnengemeinschaftswaldgrabstätte
  • Urnenwände

Historische Grabanlagen auf dem Waldfriedhof Burbach

Bei historischen Grabanlagen handelt es sich um ein- oder mehrstellige Anlagen mit einem restaurierten historischen Grabmal, das für Aschebeisetzungen geeignet ist. Es besteht die Möglichkeit, das Nutzungsrecht an einer solchen, kunsthistorisch anspruchsvollen Grabstätte zu erwerben. Ein Katalog restaurierter Grabmale steht rechts bei den Downloads zur Verfügung.

Bildergalerie "Historische Grabanlagen" auf dem Waldfriedhof Burbach

Auf den Spuren regionaler Geschichte

"Turnerdenkmal" auf dem Waldfriedhof Burbach

"Turnerdenkmal" auf dem Waldfriedhof Burbach

Auf dem Burbacher Waldfriedhof befinden sich zwei Bereiche mit Grabstätten der Opfer der beiden Weltkriege. Ein eigener Ehrenfriedhof wurden für die Kriegsopfer 1939-45 in Feld 46 eingerichtet. Im Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges errichtete der Burbacher
Turnerbund im Jahre 1926 das sogenannte "Turnerdenkmal".

Persönlichkeiten und Ehrenbürger haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden:

Johann Heinrich Barth (1895-1949)
Stadtverordneter der SPD, wegen antifaschistischer Haltung ausgebürgert
und von 1942-1945 in Konzentrationslager inhaftiert, später ehrenamtlicher
Bürgermeister von Saarbrücken und Landtagsabgeordneter, beigesetzt
in Feld 27.

Egon Reinert, ehemaliger Ministerpräsident, beigesetzt in Feld 45.

Dr. Hermann Neuberger, ehemaliger DFB-Präsident, beigesetzt in Feld 28. 

Fritz Zolnhofer, bekannter Saarbrücker Künstler, Ehrengrab in Feld 28

Gemeinschaftsgrabanlagen der Schwestern vom Heiligen Geist und katholischer Priester findet man in Feld 34.

Projekt Urban I

Grabstätte des Hüttendirektors Josef Ott

Grabstätte des Hüttendirektors Josef Ott

Ein Gang über den Burbacher Friedhof eröffnet dem Besucher einen Einblick in die Friedhofskultur der Zeit um 1900. Damit die historisch wertvollen Grabmale nicht dem "Zahn der Zeit" zum Opfer fallen, wurden einige von ihnen vom Amt für Stadtgrün und Friedhöfe (ehemals Friedhofs- und Bestattungsbetrieb) im Rahmen des EU-Förderprogramms URBAN I in den Jahren 1999-2001 restauriert.
Unter den ausgewählten Grabmalen befanden sich Ehrenmale für Direktoren der Burbacher Hütte, für Werkmeister, Bergarbeiter oder Gastwirte. Jedes Grabmal erzählt eine Lebens-geschichte.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Grabgestaltung und deren Erhalt. Eingebunden in das Projekt waren auch die Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerinnung für das Saarland, die Landwirtschaftskammer und der Landesverband Gartenbau, Fachgruppe Friedhofsgärtner
sowie die Treuhandstelle saarländischer Friedhofsgärtner.

Waldfriedhof Burbach

Restauriertes Grabmal auf dem Waldfriedhof Burbach

Neben der Bearbeitung der Grabmale gehörte aber auch die Neugestaltung der Grabfelder zum Projekt. Für diese Ausführungsarbeiten konnte das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe Umschüler des Berufes "Landschaftsgärtner" des Ausbildungszentrums Burbach (AZB) gewinnen, die im Frühjahr die entsprechenden Wegebau- und Ausbauarbeiten übernahmen.

Ein eigener Bestandteil des Projekts war die "Historische Grabbepflanzung" durch Auszubildende im Ausbildungsberuf Friedhofsgärtner. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule (TGBBZ II Saarbrücken, Mügelsberg) ein überbetrieblicher Lehrgang initiiert. Für alle Teilnehmer erwies sich dieses im Saarbrücker Raum bisher einmalige
Projekt als eine besondere Herausforderung. Gut funktioniert haben auch die zahlreichen Kooperationen der verschiedenen Berufszweige, die im Friedhofsbereich tätig sind.

Bildergalerie "Projekt Urban I"

Ihr Ansprechpartnerinnen in der Verwaltung

Marion Brauner

Tel  +49 (0) 681 905-4279
Fax +49 (0) 681 905-4224
E-Mail marion.brauner@saarbruecken.de 

Ihr Ansprechpartner auf dem Friedhof

Georg Schumacher

Tel  +49 (0) 681 9928531
Fax +49 (0) 681 9928545
E-Mail georg.schumacher@saarbruecken.de