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Ehrengrabstätten verdienter Persönlichkeiten

Ehrengrabstätten verdienter Persönlichkeiten finden sich auf dem Hauptfriedhof, dem Friedhof St. Johann, aber auch auf verschiedenen Umlandfriedhöfen.

Ehrengrabstätten auf den Saarbrücker Friedhöfen

Im einzelnen zu nennen sind:

Johann Heinrich Barth (1895-1949)
Stadtverordneter der SPD, wegen antifaschistischer Haltung ausgebürgert und von 1942-1945 im Konzentrationslager inhaftiert, späterer Leiter des Sozialamtes und ehrenamtlicher Bürgermeister von Saarbrücken und Landtagsabgeordneter. Beigesetzt auf dem Burbacher Waldfriedhof in Feld 27.

Johann August Drescher (1896-1952)
Bekanntester Saarbrücker Schauspieler der Vor- und Nachkriegszeit. Aufgrund seiner besonderen Verdienste um das Saarbrücker Theaterleben wurde ihm der Titel eines Kammerschauspielers verliehen. Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 3.

Willi Graf (1918-1943)
Medizinstudent, Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", wurde am 12. Oktober 1943 von den Nationalsozialisten in München hingerichtet. Graf wurde 1946 nach Saarbrücken überführt und erhielt auf dem St. Johanner Friedhof eine Ehrengrabstätte in Feld 22a. Am 12. Oktober 2003 wurde er posthum zum Ehrenbürger der Landeshauptstadt Saarbrücken ernannt.

Friedrich Hähner (1850-1927)
Amtsgerichtsrat a. D., überließ seinen gesamten Nachlass der Stadt Saarbrücken für Wohltätigkeitszwecke. Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 17.

Georg Heckel (1839-1899)
Kaufmann, hinterließ der Stadtgemeinde Malstatt-Burbach sein Vermögen als Unterstützung zum Bau eines Altersversorgungshauses. Als Dank erklärte die Stadt seine Grabstätte zur Ehrengrabstätte. Beigesetzt auf dem Friedhof Jenneweg in Malstatt.

Willi Huth (1910-1936)
Er wurde in Ausübung seines Berufes auf dem Wohlfahrtsamt von einem vermutlich Geistesgestörten namens Johann Wiesinger erschossen. Dieser wurde für die Tat zu sechs Jahren und 4 Monaten Haft und sechs Jahren Ehrverlust verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht seine Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt an.  In der Personalakte sind vermutlich sämtliche erschienene Zeitungsartikel zu dem Vorfall gesammelt. Die Stadt stellte die Grabstätte kostenfrei zur Verfügung und übernahm die Grabpflege.

Gustav Ilse (1821-1906)
1854-1906 Pfarrer von St. Johann. Anlässlich seines 50-jährigen Amtsjubiläums ernannte ihn die Stadt St. Johann 1904 zum Ehrenbürger. Dementsprechend wurde er in einer Ehrengrabstätte auf dem Friedhof St. Johann in Feld 12 beigesetzt.

Jakob Johannes (1877-1919)
Eisenbahnschlosser, wurde im Oktober 1919 während des Ausnahmezustandes von den französischen Militärs wegen Waffenbesitzes verhaftet, zum Tode verurteilt und am 20. Oktober 1919 hingerichtet.
Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 4.

Heinrich Korn genannt "Meister Hämmerlein" (1861-1933)
Uhrmachermeister und stadtbekannte Persönlichkeit. Engagierte sich für die Stadt auf vielen Gebieten: Tier- und Vogelschutz, Erhaltung des Stadtwaldes, des Römerbrünnchens, etc..
Beigesetzt auf dem Friedhof St. Johann in Feld 27.


Karl Lohmeyer (1878-1957)
Kunsthistoriker, verfasste grundlegende Arbeiten zu Barock und Romantik.
Beigesetzt auf dem Friedhof St. Johann in Feld 20.

Ehrengrabstätten auf den Saarbrücker Friedhöfen

Otto Lackenmacher (1927-1988)
Saarbrücker Grafiker und Maler. Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof.

Johann Peter Wilhelm Meyer (1835-1900)
Bürgermeister von Malstatt-Burbach von 1866 bis 1900. Die Stadtverordneten-Versammlung von Malstatt-Burbach ehrte den Verstorbenen durch eine Ehrengrabstätte.
Beigesetzt auf dem Friedhof Jenneweg in Malstatt.

Jakob Michels (1877-1954)
Grubenschmied, seit 1923 Mitglied des Gemeinderats Altenkessel, später Gemeindevorsteher und 1. Bürgermeister von Altenkessel. Er wurde für seine Verdienste zum 1. Ehrenbürger von Altenkessel ernannt, sein Grab erhielt 1989 Ehrengrabstatus.
Beigesetzt auf dem Friedhof Altenkessel in Feld 11a am Hauptweg.

Hans Joachim Müller (1909-1994)
Saarbrücker Maler, "Der König von Daarle", bekannt als Portrait- und Landschaftsmaler, beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 85 b.

Dr. Hans Neikes (1881-1954)
Jurist, 1921 für 12 Jahre zum Bürgermeister von Saarbrücken gewählt, 1928 Oberbürgermeister bis 1935, dann auf Betreiben von Reichskommissar für die Rückgliederung des Saarlandes, Josef Bürckel, aus dem Amt ausgeschieden.
Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 48a.

Charles Joseph Rupied (1762-1824)
Kaufmann, 1804-1914 erster Beigeordneter, 1814/15 Bürgermeister,
beigesetzt auf dem Friedhof Alt-Saarbrücken in Feld 11.

Theo Schmidt (1876 – 1958)
war ein bekannter Ornithologe und interessierte sich besonders für die Vogelwelt des Saargebietes. Er veröffentlichte in der Saarbrücker Zeitung bis 1951 über 800 Beiträge zur Vogelkunde des Saarlandes und war Mitglied des Ornithologischen Beobachterringes Saar. Ein Denkmal auf dem Hauptfriedhof (Eingangsbereich) erinnert an seine Verdienste.

Fritz Schuster (1916-1988)
Jurist, Landtagsabgeordneter 1955-1961, Innenminister und 1957 bis 1976 Oberbürgermeister von Saarbrücken.
Beigesetzt auf dem Friedhof St. Johann in Feld 20.

Dr. Franz Singer (1898-1958)
Ehrenamtlicher Bürgermeister von Saarbrücken, 1951/52 Fraktions-vorsitzender der CVP und Kultusminister.
Beigesetzt auf dem Hauptfriedhof in Feld 13.

Fritz Zolnhofer (1896-1965)
Saarbrücker Kunstmaler, Träger des Albert-Weißgerber-Preises und des Kunstpreises der Stadt Saarbrücken. Der Saarbrücker Stadtrat beschloss 2007 die Einrichtung eines Ehrengrabes, das auf dem Waldfriedhof Burbach in Feld 28 angelegt wurde.