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„Wo sie ruhen“ – Berühmte Grabstätten auf historischen Friedhöfen

Der Friedhof St. Johann ist Teil der neuen Friedhofs App

Wo sie ruhen 2

FriedhofsApp-Geräte

Am 3. November wurde im Rahmen einer historischen Führung mit dem saarländischen Kunsthistoriker Dr. Rainer Knauf auf dem Friedhof St. Johann die neue FriedhofsApp „Wo sie ruhen“ vorgestellt und freigeschaltet.

1007 Gräber, verteilt auf 37 Friedhöfe in 16 Bundesländern, erzählen ihre besondere Geschichte: von dem jeweiligen „letzten Garten“, von Persönlichkeiten, die hier bestattet sind, und ihren Grabmalen, von denen viele architektonische und kunsthistorische Bedeutung aufzeigen. Ein großer Teil davon ist sorgfältig und mit außerordentlicher Fachkenntnis restauriert worden.

Ziel des Netzwerkprojektes ist, das Augenmerk auf die Friedhofskultur zu richten und an die Wahrung und Erhaltung dieses kulturellen Erbes zu erinnern. Die Vermittlung soll auf zeitgemäße Art erfolgen, als Erlebnis für Jung und Alt, als Angebot zur Geschichts- und Ortserkundung, als Aktion für persönliche Besinnung und Erfahrung, gegen das Vergessen.

Die informativen und anschaulichen Kurzportraits, die 23 Autorinnen und Autoren erarbeitet haben, werden von dem Schauspieler und Rezitator Hans-Jürgen Schatz hörenswert vorgetragen. Pro Friedhof werden zwischen 20 und 40 Frauen und Männer vorgestellt und ein Einblick in ihr Leben und Wirken gewährt, der sicherlich mitunter Unbekanntes und Überraschendes zum Vorschein bringt, auch bei den Berühmtheiten. Jeweils zur Einführung wird zudem Wissenswertes über die Friedhofsanlage berichtet. Von nun an finden Interessierte die Texte im Internet und können sie vor Ort über ihr Smartphone hören und lesen.

www.wo-sie-ruhen.de dient zur Routenplanung und audio-visuellen Information. Die WebApp kann mit allen „smarten“ Geräten wie z.B. Smartphone, iPad, Tablet PC, internetfähiges Fernsehgerät und natürlich auf dem PC aufgerufen werden. Damit wird ein flexibler und spontaner Zugriff auf Informationen zu den Friedhöfen und Grabmalen in ihrem jeweiligen räumlichen und kulturellen Kontext ermöglicht. Die WebApp navigiert den Nutzer zu den einzelnen Grabmalen und vor Ort können die Informationen als Audio-Datei abgespielt werden. Umfangreiches Bildmaterial rundet die Präsentation ab und ermöglicht es auch zu Hause, einen emotional ansprechenden Eindruck dieser gartenkulturellen Werte zu bekommen. Außerdem steht die App in App-Stores für Android und iOS zum Download bereit. Zusätzlich sind von diesem Zeitpunkt an vor Ort Faltblätter mit den entsprechenden Informationen erhältlich.

Neben der feierlichen Eröffnung in Berlin finden zeitgleich in fast allen beteiligten Friedhofsanlagen entsprechende Veranstaltungen statt, so auch auf dem Friedhof St. Johann. Die Idee zu diesem bundesweiten Netzwerkprojekt hatte Rüdiger Kruse, MdB, unterstützt von Hans-Jürgen Schatz, dem Initiator des Vorhabens. Mit im Bunde war von Anfang an auch Dr. Klaus von Krosigk, der ehemalige Leiter der Gartendenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege in Berlin.

Mit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg fanden sie eine Institution, die sich von der Idee begeistern ließ und sich als Projektträger zur Verfügung stellte.

Es handelt sich hierbei um ein bundesweites Netzprojekt, welches durch Mittel der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) finanziert und vom Friedhofs- und Bestattungsbetrieb der Landeshauptstadt Saarbrücken unterstützt wurde.